Klasse, Ordnung
Amphibien, Schwanzlurche.
Englisch: Fire Salamander.
Französisch: Salamandre tachetée.
Lebensraum
Feuchte Laub- und Mischwälder, Quellbereiche, bachnahe Schluchten und moosige Hanglagen; bevorzugt strukturreiche, schattige Standorte mit dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit.
Nahrung
Regenwürmer, Nacktschnecken, Insekten und deren Larven, Spinnen sowie gelegentlich kleine Amphibien.


Feuersalamander: Erwachsenes Tier.


Larve.
Merkmale
Der Feuersalamander ist ein kräftiger, stämmiger Schwanzlurch mit glänzend schwarzer Haut und leuchtend gelben Flecken oder Bändern. Die Zeichnung ist individuell verschieden und dient als Warnsignal. Die Giftdrüsen hinter den Augen geben ein toxisches Hautsekret ab. Die glänzende Haut ist stets feucht, die Zehen haben während der Landphase keine Schwimmhäute mehr. In freier Wildbahn werden Feuersalamander meist 15 bis 20 Jahre alt, in Einzelfällen sind über 25 Jahre belegt.
Vom einfarbig schwarzen
Alpensalamander kann der Feuersalamander durch die gelbe Zeichnung deutlich unterschieden werden. Molche wie
Bergmolch und
Teichmolch sind kleiner, diese haben keine auffälligen Drüsen.
Lebensweise
Feuersalamander sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, nach Regenfällen sind sie aber auch am Tag zu beobachten. Tagsüber verbergen sie sich in Wurzelhöhlen, unter Totholz und Steinen oder in den Bauten von Kleinsäugern. Die Art ist standorttreu und nutzt über Jahre die gleichen Verstecke und Wanderrouten. Die Paarung erfolgt an Land. Die Weibchen suchen kalte, sauerstoffreiche Quellrinnsale oder langsam fließende Waldbäche auf und setzen dort lebende Larven ab. Man nennt diese Art der Fortpflanzung
Ovoviviparie. Die Larven tragen äußere Kiemen, jagen Kleintiere im Wasser und entwickeln sich je nach Temperatur in zwei bis vier Monaten zu landlebenden Tieren. Die Überwinterung erfolgt in frostfreien, feuchten Höhlungen im Boden, in Gesteinsspalten oder im Bereich der Baumwurzeln.
Nahrungserwerb
Als Lauerjäger erbeuten Feuersalamander vor allem Regenwürmer, Nacktschnecken, Insekten und Spinnen. Die Beute wird mit schneller Kopfbewegung und herausschnellender Zunge ergriffen und im Ganzen verschlungen. Größere Beute wird auch mit dem Maul gefasst.
Feinde und Gefahren
Die Feuersalamander haben aufgrund ihres Hautgiftes nur wenig natürliche Feinde. Gelegentlich werden sie von Vögeln, Igeln oder Wildschweinen gefressen. Gefahren drohen durch Lebensraumverlust in Wäldern, durch das Verbauen von Quellbächen und durch den Straßenverkehr bei feuchter Witterung. Besonders problematisch ist der aus Asien eingeschleppte Hautpilz
Batrachochytrium salamandrivorans, der auch „Bsal“ oder „Salamanderfresser“ genannt wird. Bei Befall wird die Haut massiv geschädigt, der Tod tritt relativ schnell ein. Die Bestände des Feuersalamanders sind geschützt.
Weitere Medien
Steckbrief zum Ausfüllen (pdf)
Merkmale der Amphibien
Übersicht europäischer Amphibien (pdf)
Fotos und Grafiken

Feuersalamander in einem Keller eines Bauernhauses.

Feuersalamander: Älteres Tier mit Jungtier.

Feuersalamander: Kopf aus der Nähe.

Feuersalamander: Schwarzweiß-Strichzeichnung (gif).