Klasse, Ordnung
Amphibien, Froschlurche.
Englisch: Edible Frog.
Französisch: Grenouille verte.
Lebensraum
Teiche, Seen, Altarme, Flussufer, Sümpfe und andere stehende oder langsam fließende Gewässer mit dichter Vegetation.
Nahrung
Insekten, Würmer, Schnecken, Spinnen, Krebstiere, kleine Fische und Amphibien.


Teichfrosch mit Schallblasen.


Larve.
Merkmale
Der Teichfrosch ist eine mittelgroße Froschart mit grünlicher bis olivfarbener Grundfärbung, oft mit dunklen Flecken und einer hellen Rückenlinie. Seine Haut ist glatt und feucht, die Hinterbeine sind kräftig und an das Springen und Schwimmen angepasst. Charakteristisch sind die seitlich hervortretenden, weißen Schallblasen der paarungswilligen Männchen, die beim Rufen sichtbar werden. Teichfrösche können in freier Wildbahn sechs bis zehn Jahre alt werden.
Der Teichfrosch ist keine eigenständige Art im engeren Sinne, sondern ein Hybrid aus dem Kleinen Wasserfrosch und dem Seefrosch. Der Seefrosch ist deutlich größer und dunkler gefärbt. Der Kleine Wasserfrosch bleibt kleiner und zeigt oft eine kräftigere Grünfärbung.
Lebensweise
Der Teichfrosch ist in Mitteleuropa weit verbreitet und besiedelt unterschiedlichste Gewässer. Gerne sonnt er sich am Ufer oder auf den Blättern von Wasserpflanzen. Bei einer Störung springt er in das Wasser und taucht unter. Er springt zwar nicht so weit wie ein
Springfrosch, seine Sätze können aber durchaus einen Meter weit reichen. Der Frosch kann mehrere Stunden lang unter Wasser in Hautatmung verharren, wenn das Wasser sauerstoffreich und kalt ist.
Am Anfang des Frühlings ist das Männchen noch braun gefärbt. Zur Paarungszeit wird die Oberfläche der Haut leuchtend grün. Die Paarungszeit ist relativ spät, sie reicht von Mai bis Juli. Die Männchen locken dann mit laut quakenden bis gepressten, grunzenden Rufen, die weithin hörbar sind und die Nachbarn eines Teichbesitzers durchaus nerven können. Die Weibchen legen mehrere Laichballen mit insgesamt mehreren tausend Eiern ab. Die Kaulquappen entwickeln sich je nach Wassertemperatur innerhalb von zwei bis drei Monaten. Den Winter überleben die wechselwarmen Frösche in einer Winterstarre im Teichschlamm oder in Erdlöchern in Hohlräumen oder unter Baumwurzeln.
Nahrungserwerb
Teichfrösche sind Lauerjäger, die mit ihrer schnellen, klebrigen Zunge Insekten, Spinnen und andere Wirbellose fangen. Sie erbeuten auch kleine Fische, Kaulquappen und andere Amphibien. Jungtiere werden gelegentlich von älteren Artgenossen gefressen (Kannibalismus).
Feinde und Gefahren
Natürliche Feinde sind Reiher, Störche, Schlangen, Raubfische und verschiedene Säugetiere. Gefährdungen entstehen durch die Zerstörung und Trockenlegung von Feuchtgebieten, durch Verschmutzung der Gewässer und durch den Straßenverkehr während der Laichwanderungen. Der Teichfrosch ist in Mitteleuropa weit verbreitet und gilt derzeit nicht als gefährdet, er steht jedoch unter Schutz.
Weitere Medien
Medien im Lernlabor (Kopiervorlagen, Arbeitsblätter, Quiz)
Bilderbuch Frösche (pdf)
Steckbrief zum Ausfüllen (pdf)
Merkmale der Amphibien
Übersicht europäischer Amphibien (pdf)
Fotos und Grafiken

Teichfrosch beim Schwimmen und Rufen im Wasser.

Teichfrosch mit aufgeblasenen Schallblasen.

Männchen und Weibchen des Teichfrosches.

Teichfrosch: Schwarzweiß-Strichzeichnung (gif).