Gefährdung der Amphibien


Bild vergrößern!
ZoomGefährdung der Amphibien.

 
Im Frühjahr sieht man in der Nähe von Feuchtgebieten oft dieses Verkehrsschild. Frösche und Kröten wandern abends oder nachts in ihr Heimatgewässer, um zu laichen. Oft tragen die Weibchen ihre Männchen huckepack auf dem Rücken. Die Lurche bleiben dann leider auf der Fahrbahn sitzen, wenn sich ein Auto nähert. Viele der einheimischen Amphibien sind in ihrem Bestand ernsthaft gefährdet. Alle europäischen Lurche stehen unter Artenschutz. Dies bedeutet, dass Laich nicht aus Tümpeln entnommen werden darf. Für das allmähliche Aussterben der Amphibien sind noch weitere Ursachen verantwortlich:
 
Bild vergrößern!
Zoom
Schutzzäune und Tunnelröhren für Amphibien.
 
 
Zum Schutz der Amphibien sind verschiedene Maßnahmen notwendig. Straßen, die von Amphibien überquert werden, sollten mit 50 Zentimeter hohen Krötenfangzäunen und Tunnelröhren ausgestattet werden. Allerdings müssen dann die verhedderten Tiere von Umweltschützern regelmäßig befreit und auf die andere Straßenseite gesetzt werden. Die meisten Tiere laufen jedoch am Zaun entlang und suchen nach Tunnelröhren, die unter den Straßen durchführen. Gelegentliche Straßensperrungen erscheinen sinnvoll. Als Autofahrer sollte man solche Streckenabschnitte bei Dunkelheit am besten meiden oder sehr vorsichtig befahren.
  
 
Bild vergrößern!Zoom
Bild vergrößern!Zoom


Auch das Schaffen von neuen Feuchtbiotopen, beispielsweise eines Weihers im Garten, hilft den Amphibien. Die noch wenigen, existierenden Tiere sollte man ganz in Ruhe lassen. Feuchtbiotope darf man zur Laichzeit nicht betreten. Die Amphibien gehören wie alle anderen Tierarten zu dem natürlichen Ökokreislauf, ohne den die Natur und damit auch der Mensch nicht existieren kann.

© Thomas Seilnacht / Handbuch / Lizenz / Impressum / KI-Erklärung / Datenschutz / Literaturquellen